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"Lebensb i l d e r, die Zukunft zu bevölkern"
Ausstellung der Varnhagen Gesellschaft

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Willkommen im Apartement der Varnhagens

***wir bitte Sie höflichst hier Ihre Visitenkarten zu hinterlassen***

Die Ausstellung "Lebens b i l d e r , die Zukunft zu bevölkern" zeigt die Geschichte der Sammlung Varnhagen.

Sie ist gleichzeitig eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Salons in Berlin, des Briefeschreibens, der Freiheitsbewegung von 1848 und der Frauenliteratur und des traurigen Kapitels der Zensur und der antisemitischen Verfolgung, von der Unterdrückung der Meinungsfreiheit in der Ära Bismarck bis zur Entrechtung und Ermordung deutscher Juden in der NS-Zeit.
Die Sammlung Varnhagen wird hier verstanden als deutscher Erinnerungsort zur Schaffung einer utopischen und damit neuen Identität der Deutschen. Sie ist nicht nur ein uns überlieferter Textkörper, sondern gleichzeitig Monument einer europäischen bürgerlichen Kultur in ihrer Entstehung.

In acht Kapiteln erfasst sie exemplarisch ein bis heute nicht abgeschlossenes und spannungsreiches Kapitel unserer deutschen Kultur und Geschichte.

Die Sammlung Varnhagen von vielen hunderttausend Büchern und Briefen hat ihren Ursprung im Salon der Rahel Levin. Die Jüdin Rahel empfing um 1800 Gäste unterschiedlichen Standes und religiöser Orientierung zu geselligen Abenden. Als Frau waren ihr die herkömmlichen Bildungswege verwehrt, und sie schuf ihr eigenes Lernprogramm, indem sie Briefe mit Freundinnen und Freunden, Studenten und gelehrten Zeitgenossen wechselte.

Mit Originalbriefen, Erstausgaben, Objekten, Porträts und Scherenschnitten dokumentiert die Ausstellung unter anderem die Geschichte weiblichen Schreibens und die Briefkultur des 19. Jahrhunderts, z.B. durch einen "Briefsteller für Damen". Der Salon wird durch Visitenkarten berühmter Romantiker wie Schlegel und Fouqué, eine handschriftliche "Einladung zum Thee" von Rahel Varnhagen und Theaterzettel für Shakespeare-Leseabende bei Rosa Maria Assing heraufbeschworen. Zu sehen sind auch Rahels Reliefporträt des klassizistischen Bildhauers Friedrich Tieck und das Testament ihrer Mutter in hebräischen Schriftzeichen, dazu Karikaturen gegen "das Literatenthum im Weiberrock", sowie Zeugnisse der Zensur, Verfolgung und Unterdrückung von Rahels Briefen.

Begleitet werden die Ausstellungen jeweils durch ein Rahmenprogramm aus szenischen Lesungen und Rezitationen aus dem reichen Quellenschatz der Varnhagen von Enseschen Sammlung.

Ausstellungsrückblick 08 ... mehr
 

29.09. 2007

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