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Köln, den 12. März 2003

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Wenn Sie Veranstaltungen organisieren oder Publikationen vorbereiten, die zu unserem Themenkreis und Epochenhorizont passen und die wir unseren Mitgliedern bekanntgeben sollen, teilen Sie uns bitte die notwendigen Informationen mit.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.
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Call for Papers (Autumn 2004, Germany) / Aufruf zu einer Konferenz (Herbst 2004, Deutschland)
»...nur in Europaisch so ausdrüken«
Sprachen, Politik und Geselligkeit im Varnhagenschen Kreis
Im Salon des Ehepaars Varnhagen verkehrten viele Reisende, wurden viele Sprachen gesprochen. Der schwedische Gesandte Brinckmann oder der Amerikaner Albert Brisbane diskutierten hier über Politik und Literatur. Kosmopoliten wie Alexander von Humboldt und der Fürst von Pückler-Muskau berichteten von ihren Erlebnissen. Durch journalistische Publikationen wurden europäische und transatlantische Gesprächsthemen aus dem Varnhagenschen Kreis in die Öffentlichkeit des Vormärz getragen: Saint-Simonismus, Emanzipation des Judentums, griechischer Unabhängigkeitskampf oder Abschaffung der Sklaverei. Ein Tagungsprojekt der Varnhagen Gesellschaft e. V. will die Linien dieses Transfers nachzeichnen und untersuchen, wie - in einer Ära zunehmender nationaler Beschränktheit - europäische Perspektiven eröffnet wurden.
Rahel und Karl August Varnhagen korrespondierten über Sprachgrenzen hinweg und waren in den Literaturen der Welt zu Hause. Sie übersetzten u. a. Gedichte Goethes ins Französische, bearbeiteten Racines Drama Andromache und interpretierten als erste in Deutschland die Werke Puschkins. Rahels Schwägerin Rosa Maria Assing und ihre Töchter Ottilie und Ludmilla Assing leisteten ebenfalls weltliterarische Vermittlung: mit Übertragungen altfranzösischer Lieder der Troubadours, politischer Schriften von Mazzini oder der Autobiographie des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Frederick Douglass. Zeugnisse dieses Austauschs sind in den Briefen und Manuskripten der Varnhagen von Enseschen Sammlung überliefert.
Wir freuen uns über Themenvorschläge, die sich auf diese Überlieferung und verwandte Gebiete oder auch übersetzungstheoretische Überlegungen beziehen, und bitten um Exposés im Umfang von nicht mehr als zwei Seiten bis zum 31. Oktober 2003.
Nach Rahel Varnhagen und ihre Schwestern (23.-25. Oktober 1998, Evangelische Akademie Iserlohn) und Ludmilla Assing in Florenz (21.-22. April 2000, Villa Romana, Florenz) wird dies unsere dritte Fachtagung sein. Der Termin ist für den Herbst 2004 geplant; der Ort steht noch nicht fest. Nähere Informationen demnächst auf der regelmäßig aktualisierten Internet-Seite (http://www.varnhagen.info). Bitte richten Sie Anmeldungen und Exposés an die Vereinsadresse oder direkt an den Fachbeirat der Varnhagen Gesellschaft e. V.:
c/o Dr. Elke Wenzel
Buchweizenweg 17
D-51427 BERGISCH GLADBACH
Tel. ++49 (0) 2204 96 48 49
Fax ++49 (0) 221 46 65 28
e-Mail: elke-wenzel @ web.de
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Projekt »Geschichtsmeile Jägerstraße«
In Berlin bemüht sich ein von Mitgliedern der Mendelssohn Gesellschaft e.V. gegründeter Arbeitskreis um die Einrichtung einer »Geschichtsmeile«. Hier, wo die Familie Mendelssohn einst mehrere Häuser besaß und noch in vierter, fünfter Generation zu Gesellschaften und Hausmusiken lud, wo auch Rahel Levin in der Jägerstraße 54 ihre ersten geselligen Abende hielt, soll ein Forum entstehen, das an die wechselvolle Geschichte des Viertels rund um den Gendarmenmarkt erinnert. Dabei wird auch die Märzrevolution von 1848 einbezogen, deren Ereignisse Karl August Varnhagen und Ludmilla Assing in ihren Tagebüchern schildern. Langfristig ist an eine Geschichtswerkstatt gedacht, die Ausstellungen organisiert und als Forschungszentrum dient.
Josef Kloppenborg und Thomas Lackmann erprobten schon einmal mit dem Gedenktafel-Entwurf im Größenverhältnis 1:1 die Wirkung an der Fassade vor Mendelssohns Haus.

Fotos: Nikolaus Gatter  

Zu den Anwohnern, die dem Vorhaben wohlwollend gegenüberstehen, gehören u.a. der belgische Botschafter, der an der Jägerstraße residiert, aber auch die Berliner Ärzteversorgung und die Deutschen Apothekerverbände.. Auch die Varnhagen Gesellschaft e. V., die seit 1998 mit der Mendelssohn Gesellschaft in kooperativer institutioneller Mitgliedschaft verbunden ist, unterstützt das Vorhaben. Bei der Arbeitssitzung vom 25. Februar wurde ein Entwurf für eine Gedenktafel für die fast unversehrt erhaltene Mendelssohn-Immobilie Jägerstraße 49-50 erörtert. Wesentlicher noch für Rahels Lebenskreis wird die geplante Informationstafel sein, die mit Bild und Text auf die Bedeutung dieses Orts für das alte Berlin und das Zusammenleben von christlicher und jüdischer Bevölkerung um 1800 aufmerksam macht.
Angesichts der schwierigen städtischen Haushaltslage wird der Arbeitskreis in den nächsten Monaten an den Gemeinsinn der Anlieger appellieren und Benefizkonzerte organisieren. Auch private Initiative ist gefragt: Wer die Infotafel mit einer zweckgebundenen Spende unterstützen will, möge mit Stichwort Geschichtsmeile auf das Konto der Mendelssohn Gesellschaft e. V., einzahlen.
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Vor 65 Jahren...
am 16. Mai 1938 wurde die erst 1920 in Berlin nach Felix Mendelssohn benannte Straße umbenannt.
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Bitte notieren:
Mitgliederversammlung der Varnhagen Gesellschaft 7. Juni 2003 in Berlin

Ebenfalls in die Jägerstraße begleitet uns am Pfingstsonntag die Frauentouren-Expertin Beate Neubauer auf ihrer Führung (8.6., 10.00). Tags zuvor lädt uns die Staatsbibliothek in den Simon-Bolivar-Saal, Potsdamer Straße (Beginn der Versammlung 11.00). Um 19.00 veranstalten wir gemeinsam mit der Bibliothek Am Luisenbad einen Vortrag im »Puttensaal« mit Dr. Ernst Siebel zum Thema Der Berliner Salon. Unsere Mitglieder erhalten fristgemäß eine Einladung mit Tagesordnung!
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Auftakt zu einem Varnhagen-Jahr...
- In Münster besuchte die Varnhagen Gesellschaft am 1.3. die Ausstellung »Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians« - Westfalens Aufbruch in die Moderne. Gisela Weiß vom Museum für Kunst- und Kulturgeschichte begleitete uns kompetent und unterhaltsam vom alten Westfalen über die Säkularisation bis zur Industrialisierung. Dabei ging sie auch auf die westfälische Reise Justus von Gruners ein, der später einen ausführlichen Briefwechsel mit K. A. Varnhagen unterhielt. Mitglieder der Europa Union Münster e.V. nahmen auf Anregung ihres Vorsitzenden Professor Dr. Sven Papcke, der bei uns Mitglied ist, an der historischen Exkursion teil.
- Orchestermusiker der Berliner Philharmonie widmeten ein Nachmittagskonzert der Salonkultur um 1800: »...nennt mich Rahel«. Zu Gast bei Rahel Levin Varnhagen. Gespielt wurden Klavierstücke von Prinz Louis Ferdinand und Beethoven, eine Sonatine von Johann Ladislaus Dussek und Duos von Louis Spohr. Texte von und über Rahel hatte der Cellist Götz Teutsch, der unserer Gesellschaft vor kurzem beigetreten ist, sorgfältig ausgewählt; weitere Mitwirkende waren Tatja Seibt und Gerd Wameling als Rezitatoren, die Violinisten Thomas Timm und Andreas Neufeld sowie Cordelia Höfer am Klavier. Spontanen Beifall gab es für Rahels Satz »Krieg ist für keinen gebildeten Menschen.« Ein zweiter Philharmonischer Salon zur Varnhagenschen Geselligkeit in Berlin 1819-1833 soll demnächst folgen.
- Im vergangenen Herbst fand im Gemeindehaus Nennhausen eine Ausstellung des Kreismuseums Rathenow zum romantischen Musenhof des Ehepaars Fouqué statt (Schloß Nennhausen selbst wird seit einigen Jahren von Alexander von Stechow restauriert). Neben anderen Gestalten in historischen Kostümen durften die Besucher auch dem jungen Varnhagen (in freier Nachempfindung) begegnen. Wir fragten Thomas Hemmann, einen Kenner des Uniformwesens um 1800, nach der denkwürdigen Bekleidung. Der Schöpfer der Puppe, Herr Helmut Börner aus Leipzig-Markkleeberg, gab ihm die Auskunft, es handle sich um nichts Militärisches, sondern um Karl August Varnhagen bei der Hasenjagd. Zur Erhaltung des Gemeindehauses und der Ausstellung wurde am 23. Januar in Rathenow ein Verein gegründet. Nähere Auskünfte bei den Initiatoren Irene Krieger (Tel. 030 / 36 71 02 07) und Dr. Dieter Weigert (Tel. 030 / 22119 88 83).
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Rahel Levin und K. A. Varnhagen: neue Literatur
Einen Brief Rahel Levins analysierte der Sprachwissenschaftler Koen Vanhaegendoren (Universität Thessalien); seine Analyse pragmatique et interactionniste de la lettre de Rahel Levin (Varnhagen) du 5 novembre 1808. Contribution à l'étude du romantisme allemand et du discours épistolaire erschien im Shaker Verlag, Aachen 2002. - Mit dem jungen Karl August Varnhagen beschäftigen sich zwei Autoren: der heimatgeschichtliche Band Heerdt im Wandel der Zeit, Düsseldorf 2000 enthält von Karl Diepgen: Im Heerdter Exil: Varnhagen, Vater und Sohn. Wie Heerdt in die Literatur der deutschen Klassik einging. Przemyslaw Jóskowiak schrieb in der Zeitschrift des Instituts für Germanistik an der Universität Warschau, Studia Niemcoznawcze / Studien zur Deutschkunde 23 (2002), S. 257-267 den Essay »Meine Pflichten bezeugten mir [...] meine Selbständigkeit, ich genoß die Vollempfindung des persönlichen Dastehens und Geltens« über den »Einfluß der Studienzeit« auf Karl August Varnhagen von Enses Persönlichkeit. Ebenfalls in den Studia Niemcoznawcze / Studien zur Deutschkunde, Bd. 24 (2002), S. 311-320 publizierte der Autor: Das Resümee eines Enttäuschten - Karl August Varnhagen von Enses Gedanken nach der Revolution von 1848-1849. In Bd. 12 (1996), S. 341ff. der gleichen Zeitschrift hat die Assistentin am Germanistischen Institut der Universität Warschau, Katarzyna Grzywja, die Rahel-Biographie Der Text unseres Herzens von unserer Schirmherrin Carola Stern rezensiert und in polnischer Sprache mehrere Studien zur Salonkultur im Vergleich Berlin und Warschau veröffentlicht: Bd. 18 (1999), S. 133-168; Bd. 19 (2000), S. 139-162 und S. 163-186; Bd. 21 (2001), S. 173-187.
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Aus dem Freundeskreis der Varnhagens...
In ihrem Roman Endmoränen (Frankfurt a. M.: S. Fischer 2002) über das Leben der Karoline Wilhelmine Enke geht Monika Maron auf deren »Gleichzeitigkeit« (S. 149f.) mit Rahel Levin ein. Die Referate einer Women-in-German-Konferenz zum Thema Scandalous Women of the Early Modern and On, darunter auch ein Beitrag von Waltraud Maierhofer (University of Iowa) über Wilhelmine Encke, Gräfin Von Lichtenau sind im Internet abrufbar:
http://www.womeningerman.org/conference/2002/papers.htm
Unter dem Titel Der preußische Apoll. Prinz Louis Ferdinand von Preussen 1772-1806 hat Uwe A. Oster im Verlag Friedrich Pustet: Regensburg 2002 eine neue Biographie des Rahel-Freudes und Geliebten von Pauline Wiesel vorgelegt. - Fanny Hensels Tagebücher, herausgegeben von Hans-Günter Klein und Rudolf Elvers, erschienen 2002 bei Breitkopf & Härtel. - Varnhagens Jugendfreund Adelbert von Chamisso hat der Künstler Bernd Lehmann einen Zyklus von Zeichnungen gewidmet, die im Internet zu sehen sind:
http://www.bernd-lehmann.de
Zu den Korrespondenzen von Jean Henri Samuel Formey (1711-1797), dessen Nachlaß Karl August Varnhagen für seine Sammlung auswerten durfte, soll noch in diesem Jahr ein Katalog im Pariser Verlag Honoré Champion erscheinen: La Correspondance de Jean Henri Samuel Formey (1711-1797): inventaire alphabétique avec la Bibliographie des écrits de Jean Henri Samuel Formey par Rolf Geissler. - Zwei ungedruckte Briefe von George Eliot und eine Notiz über sie aus der Sammlung Varnhagen hat unser Mitglied Gerlinde Röder-Bolton in den George Eliot - George Henry Lewes Studies Jg. 2002, Nrn. 42-43, S. 93-98 veröffentlicht. - Der Georg Olms Verlag hat Ludmilla Assings Biographie des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau in die Liste vom Verfall bedrohter Werke aufgenommen, die mit einem Zuschuß der Stiftung preußischer Kulturbesitz als Reprint neu aufgelegt werden sollen. - Unser Mitglied Berndt Tilp hat den Briefwechsel von Karl August Varnhagen von Ense und Heinrich Düntzer ediert: »durch Neigung und Eifer dem Goetheschen Lebenskreis angehören« (2 Bde., Frankfurt a. M.: P. Lang 2003). Bereits in dem Band »Nachdenklicher Leichtsinn«. Essays on Goethe and Goethe Reception, hg. v. Heike Bartel u. Brian Keith-Smith, Volumes in German Language and Literature 26 (2000), S. 179-194, hatte Berndt Tilp Varnhagen als Leser Goethes geschildert.
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Neues im Internet: www-Adressen
Ab 13. März 2003, 12.00 offeriert der Cornelsen Verlag in Berlin auf seinen Deutsch-Internetseiten Schülerinnen und Schülern eine kostenlose Unterrichtseinheit zu Rahel Varnhagen:
http://www.cornelsen-teachweb.de/co/sek2/kulturkalender
Die VG konnte dem Anbieter bei dieser Gelegenheit mit zwei Abbildungen aushelfen. -
Der Autographen-Zentralkatalog der Staatsbibliothek ist neuerdings online verfügbar; auf
http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de
sind rund 500.000 Autographen an 150 Standorten nachgewiesen. - Aus dem Erbe der Stifterin Dr. Christa Karoli hat die Stabi ferner eine Seite mit Erwerbungen zu E. T. A. Hoffmann ins Netz gestellt:
http://eta.staatsbibliothek-berlin.de
Auch den Finalsatz der Neunten Sinfonie von Ludwig van Beethoven bietet die Staatsbibliothek an unter
http://beethoven.staatsbibliothek-berlin.de
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...zur Forschungsgeschichte:
Im Ulrike Helmer Verlag, Frankfurt a.M. publizierte unser Mitglied Claudia Christophersen: »...es ist mit dem Leben etwas gemeint.« Hannah Arendt über Rahel Varnhagen. Mit einer Edition des Briefwechsels zwischen Hannah Arendt und Klaus Piper über Rahel Varnhagen. In Arendts Rahel-Buch hat Irmela von der Lühe eine Biographie als Versuch über weibliche Intellektualität entdeckt (Querelles 6/2001, S. 103-114). - Käte HAMBURGER ist die Herbstnummer der Zeitschrift Querelles 8/2003 gewidmet.
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Uni immun gegen Frauen?
»Die Universität als Ausbildungsanstalt bereitet seit (fast) 100 Jahren Frauen in wachsendem Maße auf Karrieren im akademischen Berufssystem vor; nur sie selber hat sich in dieser Zeit offenbar erfolgreich gegen weibliche Mitarbeiter immunsiert.« Anknüpfend an dieses Zitat von Ute Frevert hat unser Mitglied Hildegard Küllchen (Dresden) mit einer Forschungsgruppe die Fach- und fakultätsspezifischen Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen bei Promotionen untersucht. Die Ergebnisse wurden jetzt als Bd. 14 der IFF-Forschungsreihe publiziert (ISBN 3-932869-13-3); erhältlich für nur 7,- Euro c/o Interdisziplinäres Frauenforschungszentrum (33501 Bielefeld, Postfach 100 131), Tel: 0521/ 1 06 45 74).
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Termine: empfehlenswerte Veranstaltungen
...bis 9. März
Ausstellung: Studien aus den Parkanlagen seiner Durchlaucht des Herrn Fürsten von Pückler-Muskau nach der Natur photographisch aufgenommen von Carl Wieland. Veranstalter/ Ort: Fürst-Pückler-Museum, Schloß Branitz.
9. März, 15.00
Lesung: »Man wandelt nicht ungestraft unter Palmen«. Parks und Gärten im Werk Theodor Fontanes. Ort: Krongut Bornstedt, Potsdam.
13. März, 20.00
Mißachtung und Tabu. Eine Streitschrift zur Frage: Wie antisemitisch war die Gruppe 47?. Buchvorstellung mit Klaus Briegleb. Ort: Braunschweig, Jüdisches Museum, Hinter Aegidien. Veranstalter: Braunschweigisches Landesmuseum, Buchhandlung Neumeyer und Literarische Vereinigung Braunschweig.
.... bis 16. März
Ausstellung: Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians. Westfalens Aufbruch in die Moderne. Ort: Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
16. März ...bis 27. April
Ausstellung: Facetten adliger Lebenswelten in Brandenburg (1701-1918). Veranstalter: Brandenburgisches Landeshauptarchiv. Ort: Schwedt, Stadtmuseum
17. März, 21.50 Uhr auf hr 2 (hr-klassik)
Rundfunklesung Die Erzählung. Dorothea Veit-Schlegel: Briefe an Rahel Varnhagen.
20. März, 14.00
Gudula Schütz: Die Musikkritik in Friedrich Nicolais (Neuer) Allgemeiner deutscher Bibliothek 1765-1806. Veranstalter / Ort: Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel (Saal des Anna-Vorwerk-Hauses).
20. März, 20.00
»Schaurig - Schön - Romantisch«. Spektrum - Kultur in Tettnang. Literaturpodium. Die Schauspielerinnen Edith Börner u. Regina Bode schlüpfen in die Rollen von George Sand, Rahel Varnhagen, Mary Shelley und Bettine v. Arnim. Stadtbücherei Tettnang.
20. bis 22. März
Leben schreiben. Auto/Biographisches Erzählen in Geschichte und Literatur. Veranst.: IZGF, Ort: Universität Bern, Unitobler, Lerchenweg 36, 3012 Bern. U. a. mit Vorträgen von Sander L. Gilman: Everybody's Secrets: The Risks and Pleasures of Using Secret Archives in the Writing of Biography; Anne-Françoise Gilbert: Henriette im Dialog mit Jean-Jacques Rousseau. Der Brief als Ort der Entfaltung eines identitären Gegenentwurfes; Brigitte Schnegg: Der Blick in die »Falten des Herzens«. Tagebuch Schreiben als Technik des Selbst. Tagungsprogramm im Internet:
http://www.izfg.unibe.ch/lebenschreiben/
20. bis 22. März
Intimität - Medien - Kommunikation. Erstes internationales interdisziplinäres Symposion zum Liebesdiskurs. Veranst./Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main. Mit Vorträgen u. a. von Christine Möller: Der Diskurs der Geschlechter im Liebesbrief um 1800; Anett Holzheid: Zwischen Konventionalität und Originalität - Spielformen des Liebesdiskurses auf Postkarte; Ulrike Vedder: Die Postkarte und das Ende der postalischen Epoche; Uwe Wirth: Die Tyrannei der Intimität in Zeiten des Modemfiebers. Tagungsprogramm im Internet:
http://www.unizh.ch/~elwyss
21. März, 20.00
»Schaurig - Schön - Romantisch«. Eine Theaterlesung mit Edith Börner u. Regina Bode. Mit Texten v. Rahel Varnhagen und Bettine v. Arnim. Stadtbücherei Überlingen, Steinhausgasse 3.
26. März, 18.00
Fest zum 10jährigen Bestehen der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft, mit Lesungen und Uraufführung von zwei Liedern. Eintritt: 3 Euro. Ort: Leipzig, Alte Handelsbörse. Voranmeldung unter Tel./Fax 0341 / 2315 43 71.
26. März, 19.00
Dorothea Schröder: Friedrich Gottlieb Klopstock und die Hamburger Musikwelt (1724-1803). Heine-Haus e. V., Elbchaussee 31.
29. März ...bis 13. Juli
Ausstellung: Das Kind in der Romantik. Erziehungskonzepte der Frühromantik und das Bild des Kindes in der Aufklärung. Veranst./Ort: Jena, Romantikerhaus.
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29. März: Die VG lädt ihre Mitglieder ein!
13.00 Vorstandssitzung der Varnhagen Gesellschaft
ca. 16.00 Zum 200. Todestag von Friedrich Gottlieb Klopstock; Gespräch und Besuch des Grabs mit Hans-Werner Engels. Gäste sind willkommen!
Ort: Heine-Haus e. V., Elbchaussee 31, Hamburg.
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....bis 31. März
Ausstellung: Die Königsmarcks. Chronik einer märkischen Adelsfamilie aus der Provinz. Schloß Karnzow bei Kyritz. Aus den Beständen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Potsdam.
1. April ....bis 24. August
Ausstellung: La Boussole et L'orchidée (über die Reise von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland in Südamerika). Veranstalter: Musée des Arts et Métiers, 60, rue Réaumur, Paris.
9. April, 18.30
Hubert Amft: Im Schatten der Titanen Goethe und Napoleon: Jenny von Gustedt. Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Eisenach, Ort: Martin-Luther-Gymnasium, Aula
17. April, 19.30
Berthold Ettrich: Fürst Pücklers Lebensatlas in Park und Schloß Branitz. Salonabend. Fürst-Pückler-Museum, Schloß Branitz.
24. April, 20.00
David Fuhr und Harald Hahn: Lob der Verzweiflung. Ein szenischer Abend mit Liedern nach Texten von Theodor Kramer (Premiere). Ort: Max und Moritz, Oranienstraße 162, 10969 Berlin-Kreuzberg.
29. April, 20.00
Buchvorstellung: Vom Salon zur Barrikade. Frauen der Heine-Zeit. Mit der Herausgeberin Irina Hundt u. den Beiträgern Karin Füllner, Nikolaus Gatter und Christian Liedtke. Veranstalter/ Ort: Heine-Institut Düsseldorf, Bilker Straße 12-14.
15. Mai, 18.30
Heine und Goethe. Darbietung von Schülern des Ernst-Abbe-Gymnasiums, Eisenach. Martin-Luther-Gymnasium, Aula.
22. bis 25. Mai
Konferenz: Power and Responsibility. Dritte Tagung europäischer Rabbinerinnen, Gemeindepolitikerinnen, jüdischer Aktivistinnen und Gelehrter. Veranstalter: Bet Debora, Esther's Bag (Budapest) und Sarah-Hagar: Religion, Politics and Gender (Berlin). Ort: Volkshochschule Prenzlauer Berg. Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin.
Tagungs-Informationen und Anmeldung:
http://www.bet-debora.de/2003/anmeldung-e.htm
27. Mai, 19.00
Die grüne Eidechse und anderes Frühlingshafte. Die wunderbare Märchenwelt des Berliner Ingenieurs Heinrich Seidel (1842-1905), Erbauer des Anhalter Bahnhofs. Lesung mit Klavierstücken zur Zeit. Eintritt: 10 Euro. Ort: Museum Panke, Berlin.
26. bis 28. Mai
Zwischen Sprachen: Strategien jüdischer Selbstbehauptung. Internationale Konferenz der gleichnamigen Forschungsgruppe am Salomon Ludwig Steinheim-Institut fuer deutsch-juedische Geschichte an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Ort: Bildungszentrum Eichholz der Konrad-Adenauer-Stiftung, Köln-Wesseling.
30. Mai, 19.30
Ulrich Grammel: Rahel Varnhagen und ihre Biographin Hannah Arendt. Veranstalter: Justinus-Kerner-Verein und Frauen-Verein e.V., Weinsberg, Kernerhaus. 07134 / 2553.
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7. Juni: VG-Mitgliederversammlung in Berlin
11.00
Mitgliederversammlung im Simon-Bolivar-Saal der Staatsbibliothek, Potsdamer Straße 33. Begrüßung durch Graham Jefcoate.
ca. 13.00
Besichtigung der Handschriftenabteilung und ausgewählter Varnhagen-Bestände unter Leitung von Dr. Eef Overgaauw.
19.00
Bibliothek Am Luisenbad (Puttensaal):
Vortrag von Dr. Ernst Siebel: Der Berliner Salon. Geselligkeit und Wohnkultur im 19. Jhd.; einleitend Lesung aus Rahel Varnhagens Briefen.
8. Juni
10.00 Jägerstraße 54 / Gendarmenmarkt
Führung zur Salonkultur mit Beate Neubauer. (u. a. Friedrichswerdersche Kirche mit Friedrich Tiecks Rahel-Medaillon, Dom / Hohenzollerngruft mit Grabmal Prinz Louis Ferdinands...)
ca. 16.00
Besuch des Dreifaltigkeitsfriedhofs (Treff: U-Bhf Mehringdamm Ecke Baruther Straße).
9. Juni
10.00 Treffen: Schloß Charlottenburg.
Rundgang, u. a. zu einer unbekannten Porträtdarstellung Karl August Varnhagens von 1839.
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11. Juni, 19.00
Isolde Paschen-von Bülow: Wir träumen von Reisen durch das Weltall: ist denn das Weltall nicht in uns? Der Dichter Novalis. Ort: Heine-Haus e. V., Elbchaussee 31.
18. Juni, 20.00
Hans R. Vaget: Goethe und die Julirevolution (1830). Veranstalter/Ort: Goethe-Museum, Düsseldorf, Schloß Jägerhof.
26. Juni, 19.30
Die Reise nach Massow und andere Berliner Geschichten. Die Wiederentdeckung des Berliner Romanciers und Juden Georg Herrmann. Biografische Lesung. Eintritt: 10 Euro. Veranstalter: Kulturamt Pankow. Ort: Panke Museum, Salon der Beletage.
26. bis 29. Juni
Tagung: Das Leben schreiben. Medientechnologie und die Wissenschaften vom Leben (1800-1900). Veranstalter / Ort: Fakultät Medien der Bauhaus-Universität, Weimar. Exposés für etwa 30minütige Vorträge können bis 28. April 2003 eingereicht werden.
nähere Informationen:
http://www.das-leben-schreiben.de
6. Juli, 19.30
Annegret Kittner: Machbuba - Sklavin des Fürsten Pückler? Eine biographische Skizze. Fürst-Pückler-Museum, Schloß Branitz.
8.-11. Juli
Wort und Schrift: Das Werk von F.G. Klopstock (1724-1803). Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung, Franckesche Stiftungen, Halle/Saale. Info:
katrin.kohl @ jesus.ox.ac.uk
11.-12. September
Tagung: Zarentochter und Großherzogin. Maria Pawlowna zwischen Weimar und St. Petersburg. Veranst./Ort: Weimar, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen. Exposés für Vorträge bis zu 20 Min. Länge können bis 15. April eingesandt werden:
joachim.berger @ swkk.de
18. September, 14.00
Peter Albrecht (Braunschweig), Holger Böning (Bremen): Deutsche Presse bis 1815. Die Region Braunschweig-Wolfenbüttel, Hildesheim und Goslar. Veranstalter / Ort: Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel (Saal des Anna-Vorwerk-Hauses).
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Die Varnhagen Gesellschaft e. V.
Erweiterter Vorstand:
Dr. Nikolaus Gatter, Köln (Vorsitzender)
Trautlind Klara Schärr, Bremen (Stellvertretende Vorsitzende)
Karin Laakes, Bocholt (Schatzmeisterin)
Christian Liedtke, Köln (Schriftführer)
Kornelia Löhrer, Köln (Schriftführerin)
Dr. Elke Wenzel, Bergisch Gladbach (Fachbeirat)
Angelika Mensching-Oppenheimer, Hamburg (überregionaler Mitgliederausschuß)
Schirmherrin / Ehrenmitglieder:
Prof. Carola Stern, Berlin
Renée Kraus, prom. Phil., Dortmund
Prof. Dr. Maria Victoria Arrabal Cano, Barcelona
Prof. Dr. Jaime Vándor, Barcelona
Neue Mitglieder / Nachträge:
Sylvia Böttcher, Freiburg
Dr. Kirsten Heinsohn, Hamburg
Hannah Lotte Lund, Berlin
Georg Meyer-Thurow, Borgholzhausen
Klaus Pilberg, Münster
Dr. Gerlinde Röder-Bolton, Guildford (U.K.)
Ulla-Marie Rotzoll, Schwerin
Dr. Uwe Schweikert, Stuttgart
DDr. Claudia Schweizer, Wien
Dr. Ernst Siebel, Berlin
Götz Teutsch, Berlin
Martina Trauschke, Hannover
Michaela Wirtz, Aachen
Elsa Wirzbach, Münster
...ausgeschieden sind:
Ulrike Bayer, Bochum
Gisela Engels, Hagen
Frank-J. Fohmann, Heidelberg
Günter Herterich, Köln
Renate Kuhn, Hagen
Dr. Wolfgang Rasch, Berlin
Prof. Dr. Brunhilde Sonntag, Nordkirchen
Prof. Dr. Inge Stephan, Berlin
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Glückwünsche / Ehrungen
Jutta Rebmann, die Biographin von Friederike Robert, Angelika Kauffmann und vieler anderer Frauengestalten, feiert ihren 60. Geburtstag am 24. April in Böblingen. - Wir gratulieren und schließen uns auch den Glückwünschen zum 70sten an, die der Malerpoetin Aldona Gustas in der Baltischen Rundschau (Vilnius) gelten. - Eine preisgekrönte Erzählung auf Platt veröffentlichte Marieluise Hillebrand in: Iu'tm Siuerlanne, wat de Luie denket, wat se wellt und wat se maket, Band 17 der Reihe der Christine-Koch-Gesellschaft, Schmallenberg 2000. - Die Trägerin der vom Berliner Senat und von der Stiftung Preußische Seehandlung verliehenen Rahel-Varnhagen-Plakette, Inge Deutschkron, hat uns ihre Dankesrede für den Abdruck im Almanach Bd. 3 zur Verfügung gestellt (erscheint Anfang 2004).
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Arbeitsvorhaben aus dem Mitgliederkreis
Lorely French wird ein Fulbright-Semester an der Universität Klagenfurt verbringen. - Ulf Jacobs Vortrag auf dem 4. IBA-Forum »ZeitmaschineLausitz« ist nachzulesen auf:
http://www.iba-fuerst-pueckler-land.de/service/rueckbli/ibaforum4/jacob.pdf
Ein Blockseminar zur jüdisch-deutschen Literatur hält Marjanne Goozé im Sommer an der Uni Rostock. - Konrad Feilchenfeldt ist Mitherausgeber des von Wilhelm Kosch begründeten Deutschen Literatur-Lexikons sowie der Nachträge: Das 20. Jahrhundert. - Am Lexikon der berühmten Frauen, dessen Publikation der Harenberg Verlag plant, wirken u. a. Nikolaus Gatter, Gabriele Haefs und Mechthilde Vahsen mit. - Hannah Lotte Lund erforscht den jüdischen Salon als Ort der Emanzipation im europäischen Vergleich. - Carola Stern wird im Herbst ihre Biographie der Johanna Schopenhauer herausbringen und schreibt über Dorothea Schlegel für die Neue Deutsche Biographie; Nikolaus Gatterübernimmt ebendort den Artikel über Leopold Schefer. - Ein Heinrich-Heine-Portal mit den digitalisierten Werken und Briefen Heines wird das Heine-Institut u. a. unter Mitwirkung von Christian Liedtke einrichten. - Einen Aufsatz über Novalis' Hymnen an die Nacht bereitet Holger-Falk Trübenbach für die Zeitschrift Literaturwissenschaft & Linguistik vor.
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Aktuelle Publikationen unserer Mitglieder
Klaus Briegleb: Missachtung und Tabu. Eine Streitschrift zur Frage: ›Wie antisemitisch war die Gruppe 47?‹ 324 S. Berlin/Wien: Philo Verlag 2003.
Hans-Werner Engels: Johann Friedrich Ernst Albrecht (1752-1814). Bemerkungen zu seinem Leben, seinen politischen Romanen und seiner Publizistik. In: Europa in der frühen Neuzeit. Festschrift für Günter Mühlpfordt. Bd. 6: Mittel-, Nord- und Osteuropa. Hg. v. Erich Donnert. Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2002, S. 685-719.
Andreas Feuchte: »Du Kön'gin sonder Hermelin...« Die Pianistin Tony Tiedemann. In: VIVAVOCE 2003, H. 63, S. 2-5.
Ulf Jacob: »Beabsichtigt ist die Schaffung einer Spreewaldlandschaft...« Das Projekt eines Freilichtmuseums an der Reichsautobahn bei Cottbus. In: Museumsblätter. Mitteilungen des Museumsverbandes Brandenburg 2002, H. 1, S. 42-49.
Friedhelm Kemp: Das europäische Sonett. Göttingen: Wallstein-Verlag 2002.
Josef Huerkamp / Georg Meyer-Thurow: »Die Einsamkeit, die Natur und meine Feder, dies ist mein einziger Genuß.« Christian August Fischer (1771-1829). Schriftsteller und Universitätsprofessor. Bielefeld: Aisthesis 2001. (Bielefelder Schriften zu Linguistik und Literaturwissenschaft Bd. 15).
Gerlinde Röder-Bolton: »A Binding History, Tragic and yet Glorious«. George Eliot and the Jewish Element in Daniel Deronda. In: English. The Journal of the English Association 49 (2000), H. 195, S. 205-227.
Trautlind Klara Schärr: Rosa Luxemburg: Mit Hirn und Herz gegen Imperialismus, Militarismus und Krieg. In: Rosa Luxemburg - »Ich bin ein Land der unbeschränkten Möglichkeiten.« Hg. v. Margareta Maurer. Wien: Verein für Interdisziplinäre Forschung Praxis/ RLI-Verlag 1999 (= Arbeitspapiere aus dem RLI Nr. 7), S. 37-147.
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Presse-Reaktionen
Resonanz in der Münsterschen Zeitung und im Steinfurter Kreisblatt fand unsere szenische Lesung aus dem Briefwechsel der Verlobungszeit von Rahel Levin und Karl August Varnhagen. Zur Matinee im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Burgsteinfurt, die unsere Veranstaltung freundlicherweise unterstützt hat, waren neben heimatgeschichtlich interessierten Steinfurter Bürgern viele Mitglieder der Europa-Union e.V. gekommen. Unter der Überschrift Eine Liebe mit Hindernissen. Lesung der Varnhagen Gesellschaft erinnert an geistvolle Burgsteinfurter Post schrieb Annegret Rose im Steinfurter Kreisblatt Nr. 35 v. 11. Februar 2003: »Man stelle sich vor, es gäbe eine Zeit, in der gedruckte Texte nicht mehr existieren. In einer ›papierlosen‹ Gesellschaft wären alle sprachlichen Produkte digitalisiert. [...] Vorgestellt wurde ein lebhafter Disput über Liebe, Sehnsucht, und - ganz offen - über Geldmangel zwischen zwei Menschen, die durch ihre jeweils bindenden Umstände getrennt waren. Den Heiratsantrag, den er seiner Rahel schriftlich von Steinfurt aus sendet, lautete: ›Ich bin Dein! Und Du bist Dein, dann aber auch mein.‹ [...] Gatter und Mensching-Oppenheimer interpretierten den Text recht anschaulich, so dass dem Publikum die Nöte dieses Paares sehr bewusst wurden. Auch die herablassende Art und Weise, mit der gebildete Zeitgenossen, zum Beispiel Wilhelm von Humboldt oder Dorothea Schlegel diese deutsch-jüdische Liebe betrachteten, wurde erwähnt. Der literarische Vormittag endete durch die wunderbare Begleitung von Andrea Hansen (Violine) und Julia Mensching (Viola).« Mit Literarischer Liebesbeweis - Lesung aus Briefen des Karl August Varnhagen von Ense in der Sparkasse war der Bericht von Christa Buck in der Münsterschen Zeitung Nr. 35 v. 11. Februar 2003 überschrieben. »Karl August Varnhagen (1785-1858) war Fähnrich und später Adjutant des Obersten Wilhelm von Bentheim«, heißt es in dem Artikel. »Seiner Angebeteten schrieb er von einem ›wohlhabenden Chef mit ausgebreitetem Einfluss‹ und war voll des Lobes für Oberst Graf Bentheim, einen schönen großen Mann, der ›ungemein gebieterisch‹ war. [...] Der Aufenthalt auf Schloss Steinfurt dauerte dann länger als geplant, und so waren es einige Briefe, die von Steinfurt nach Berlin und umgekehrt auf den Weg gegeben wurden. Hier in der Burgsteinfurter Schlossbibliothek entdeckte der gebürtige Düsseldorfer Karl August Varnhagen das adelige Geblüt seiner Vorfahren aus Iserlohn und nannte sich fortan ›von Ense‹. [...] Der handschriftliche Nachlass mit Briefen von und an über 9000 Personen gerichtet, wird in der Bibliothek Jagiellonska zu Krakau (Polen), die Bücher, Bilder und ›Drucksachen‹ werden in der Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt. Partituren von Mozart befinden sich ebenfalls in der Bibliothek Jagiellonska. Auch daran orientierte sich die Matinee am Sonntag und Andrea Hansen und Julia Mensching brachten Werke des berühmten Meisters zu Gehör. Der Veranstaltung schloss sich ein Rundgang zum Schloss und durch das Bagno an.«
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»The Romantic Era«
Im gleichnamigen Beitrag für The Year's Work in Modern Language Studies 62 (2000) würdigt Laura Martin (Glasgow) unseren Almanach 1: Wenn die Geschichte um eine Ecke geht: »The publication [...] covers more than R. V., including as it does her younger husband Karl August Varnhagen von Ense and Ludmilla Assing, her niece, as well as publishing modern poetry which is in some sense inspired by the Varnhagens. Several poems of R.V. are published here [...] von Irina Hundt, and A.Gustas, ›Rahel Varnhagens Wetternotizen', illustrated by Kornelia Löhrer, is a selection from R. V.'s letters of remarks she made about the weather, which evidently had a gread influence on her Life. [...] N. Gatter [...] gives an account of the Varnhagen collection of MSS, including the troubled history of Karl August Varnhagen's publication of R. V.' s letters and [...] publishes R. V.'s will alongside a few letters from her husband and niece.«
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